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Der wachgeküsste Raum
Modul Raumgestaltung WS 08/09

Eröffnungsfeier: Mittwoch 17.12.2008, 18:00 in der Aula (TU Wien, Karlsplatz 13, Stiege 1, EG)

Während der vergangenen Monate erforschten Architekturstudierende an der TU Wien im Rahmen des Modul Raumgestaltung mit dem thematischen Schwerpunkt „Der wachgeküsste Raum“, die Nutzungspotentiale im eigenen Haus. Ziel war es im Maßstab 1:1 Beiträge für das Umbauvorhaben TU Univercity 2015 zu realisieren. Die Umsetzungsarbeiten der Studierenden wurden vom BIG FS Team und der GUT unterstützt. Die ersten bereits fertig gestellten Projekte werden von Rektor Prof. DI Dr. Peter Skalicky am Mittwoch 17.12.2008, 18:00 in der Aula der TU Wien offiziell eröffnet.

Wir laden Sie ein mit dem Übersichtsplan (_uebersichtsplan.pdf) einen Rundgang zu machen und die Projekte vor Ort zu entdecken.

Team Raumgestaltung!

_uebersichtsplan.pdf

1.1 M

_alle_projekte.pdf

4.5 M



Der Abdruck der Bilder ist bei Namensnennung honorarfrei.

(Foto/Credit: TU Wien)
(Foto/Credit: TU Wien)
(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Foto/Credit: TU Wien)
(Foto/Credit: TU Wien)
(Foto/Credit: TU Wien)

 


„passt“
Von: Monika Kwasny, Christoph Müller
Standort: Hauptgebäude, Haupteingang, Eg, Aula

Die Aula der TU Wien wurde gebaut, um dem Kaiser als Empfang zu dienen. Heute nimmt sie die Öffentlichkeit für sich in Anspruch. Unser Konzept ist einfach. Es sieht vor, sich auf die bestehenden Sockel, die rundherum auf den Wänden und Säulen vorhanden sind zu konzentrieren. Holzbretter werden an bestimmten Stellen aufgelegt, um Sitzgelegenheiten zu schaffen. Die Bretter liegen auf den 2–3 Zentimeter starken Vorsprüngen auf und müssen daher nicht befestigt werden. So kann man sie problemlos entfernen, platzsparend lagern und flexibel auf verschiedene Nutzungen reagieren. Die Bretter passen sich der Form der Säulen an und bilden ein individuelles Passstück, das nur an diese Stelle „passt“. Der Eingriff geht auf sehr subtile Art einen Dialog mit dem Bestand ein. Die Leichtigkeit, Beweglichkeit und Wärme des Holzes steht einerseits in Kontrast zu der monumentalen, starren, Kühle der Architektur, andererseits funktionieren beide Elemente nur miteinander. Der Ort wird um eine Funktion bereichert.

Der Abdruck der Bilder ist bei Namensnennung honorarfrei.

(Foto/Credit: Manfred Pichler)
(Foto/Credit: Manfred Pichler)

projekt-passt.pdf

 


Hofinsel
Von: Christiana Helth, Andrea Onida Gruber, Roberta Mozzaglia, Peter Ruthner, Gerald Troschl
Standort: Hauptgebäude, Hof 2 (in Realisierung)

Durch die Höfe des Hauptgebäudes der TU Wien am Karlsplatz strömen täglich tausende StudentInnen. Diese hatten bisher wenig Gelegenheit, frei von Konsumzwängen, im Freien zu entspannen. Unser Projekt bietet im Hof 2, direkt vor der Stiege 7, die Möglichkeit, für Studierende sich zu treffen und die Zeit zwischen den Vorlesungen zu überbrücken. In der einheitlichen Gestaltung unserer Holzkonstruktion ergibt sich durch einen markanten Einschnitt ein Zwischenraum und damit die Gelegenheit einer intimeren Gesprächsführung. Auf Grund der langge-zogenen äußeren Erscheinung unserer Hofinsel und der übereinstimmenden Flucht mit der Betonsitzbank, wird letztere auch Teil unserer Installation. Der erdige Platz um den Baum lag bisher brach. Das Volumen das wir rund um den Baum entwickelt haben, lässt der Eiche und dem Efeu ausreichend Raum und Licht, um weiter gedeihen zu können.

Der Abdruck der Bilder ist bei Namensnennung honorarfrei.

(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Foto/Credit: Moritz Holy)

projekt-hofinsel.pdf

 


stilles.örtchen
Von: Nadja A. Steinriegler, Daniel Pietschmann
Standort: Hauptgebäude, Stiege 7, Eg

In einer Gesellschaft, welche uns lehrt nicht offen über unseren Stoffwechsel zu sprechen, werden die Aborte unserer Gebäude anstatt zu Orten der Ruhe und Entspannung zu regelrechten Angsträumen. Ein Überspitzen der gegenwärtigen prekären Situation soll die Raumwahrnehmung durch ein Verfälschen der wahren Dimensionen intensivieren und den Nutzer zum umdenken animieren. Der wachgeküsste Raum präsentiert sich im Sinne einer fein versponnenen Thematik. Während die eine Kabine als dunkler, drückender Raum zum wahrlich stillen Örtchen wird, verschlägt die andere Toilettenzelle dem Besucher aufgrund ihrer lichtdurchfluteten Unendlichkeit die Sprache. Der Vorraum, weiterhin Wartezone und Verteiler, steht auch gestalterisch zwischen den Kabinen.

„Wer einen Stein ins Wasser wirft, verändert das Meer“ [Paul Mommertz]

Der Abdruck der Bilder ist bei Namensnennung honorarfrei.

(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Foto/Credit: Moritz Holy)

projekt-stillesoertchen.pdf

 


Luxus besitzen
Von: Marlies Wernhart, Eyyüp Sariyuyuf, Nadine Muhr
Standort: Hauptgebäude, Stiege 6, 1. u. 3. Stock, Stiegenhaus

Wir verlegen für die Studenten und Angestellten der TU Wien einen roten Teppich. Das Stiegenhaus 6 ist nicht das repräsentativste, aber dafür eines, das viel Leben und Bewegung enthält. Mit unserem Projekt wollen wir nicht nur der Stiege 6 eine neue Bedeutung geben, sondern auch der Symbolik des roten Teppichs. Dieser rutscht an die Seite und wird zum Ort des Alltags, zum Sitzen, Treffen, Quatschen und Ausruhen. Gleichzeitig verändern die roten ‚Inseln‘ die Dynamik der Stiege und sollen damit das Gehverhalten beeinflussen und ins Bewusstsein rücken. Der rote Teppich, der einen Willkommen heißt, wird zum neuen Blickpunkt und verändert die Raumwahrnehmung. Es soll Spaß machen ihn zu benutzen. Er soll einen spontan dazu einladen sich zu setzen oder vielleicht sogar die Schuhe auszuziehen. Er transformiert den Raum, wird nebenbei zur Kommunikationsplattform und soll die alltäglichen Nutzer die darüber gehen in Szene setzen und so den ‚verschobenen Luxus‘ in Besitz nehmen.

Der Abdruck der Bilder ist bei Namensnennung honorarfrei.

(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Foto/Credit: Moritz Holy)

projekt-luxusbesitzen.pdf

 


Sit-In
Von: Cornelia Ernstbrunner, Harald Bierbaumer, Jasmine Blaschek, Margarethe Krall, Claudia Unterhauser
Standort: Hauptgebäude, Stiege 6, 4. Stock, Seminarraumgang

Wir Studierende kennen die trostlose Situation im schmalen Gang zu den Seminarräumen! Immer wieder warten Studierende darauf in die Seminarräume gelassen zu werden, gleichzeitig müssen sich Vorbeigehende ihren Weg durch die Massen erkämpfen. Die Lösung um diesen Raum nun „wach zu küssen“ liegt darin, einen Kasten in einen Sitzbereich umzufunktionieren. Dadurch schaffen wir, sowohl einen Bereich zum Warten und Arbeiten, als auch für Pausen. Gleichzeitig erhalten wir eine Auflockerung und optische Verkürzung des Ganges. Die Sitzecken sind so gestaltet, dass ein schnelles und kurzes Hinsetzen leicht ermöglicht wird. Die Nische bietet Platz für vier Studierende und hat auch zwei Steckdosen und vier verstellbare Spots zum Arbeiten integriert. Weiters bleiben zwei kleine Stauräume für die Abteilungen unter den Sitzbänken erhalten. Als Material werden weiße Dekorspanplatten verwendet, um an das bestehende Kastensystem anzuschließen.

Der Abdruck der Bilder ist bei Namensnennung honorarfrei.

(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Foto/Credit: Moritz Holy)

projekt-sitin.pdf

 


N.I.SCH.E
Von: Katharina Schiechl, Sara Bachmayer, Ankelika Frank
Standort: Hauptgebäude, Stiege 3, 4. Stock, Dekanatsgang

Das Projekt reflektiert die Auseinandersetzung mit dem Spiel zwischen Privatheit und Öffentlichkeit. Die Fensternische an sich bietet bereits die Möglichkeit sich in einen geschützten Bereich zurückzuziehen, der sich vom Durchzugscharakter des Ganges abgrenzt. Hauptintension des Entwurfs war die Verstärkung der Schutzempfindung innerhalb der Nische. Weitere Entwicklungsprozesse ergaben nicht nur eine Verstärkung der Privatheit sondern auch eine Darstellung der Öffentlichkeit. Durch leichtes Herausrücken der Schleifenkonstruktion wird eine Vermischung dieser beiden Zonen suggeriert und die Wirkung einer Schwelle erzeugt.

Der Abdruck der Bilder ist bei Namensnennung honorarfrei.

(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Foto/Credit: Moritz Holy)

projekt-n.i.sch.e.pdf

 


_pause_play
Von: Halvard Waage, Reinis Adovics, Jan Sagbauer, Marcus Anderle
Standort: Freihaus, Gelber Bereich, Eg (in Realisierung)

Im Freihaus passieren tagtäglich hunderte Menschen den gelben Bereich im Erdgeschoß, aber es gibt keinerlei Möglichkeit einen Moment inne zu halten um kurz zu verweilen. Hier will die Installation eines großzügigen Sitzmöbels ein Zeichen setzen. Unter den Stiegen des gelben Turmes gelegen belebt sie den bis dato ungenutzten Raum und erfüllt diesen mit einer neuen Qualität. Ihre Form wird durch die starken Geometrien der gegenläufigen Stiegen sowie die vertikalen Säulen bestimmt. Durch die Einführung eines neuen Materials und einer zusätzlichen Lichtquelle hebt sich der belebte Raum nun von der Umgebung ab, ohne als Fremdkörper wahrgenommen zu werden. Die Abweichung der Sitzfläche von der Geraden dient ebenfalls dem Ausbrechen aus dem Bestehenden, und gibt dem Raum eine neue Dynamik.

Der Abdruck der Bilder ist bei Namensnennung honorarfrei.

(Foto/Credit: Moritz Holy)
(Rendering/Credit: Halvard Waage, Reinis Adovics)

projekt-pause_play.pdf





Modul Koordination: Roland Graf
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Tel. + 43 (0)1-58801-25617
Fax. + 43 (0)1-58801-25699
rgraf@raumgestaltung.tuwien.ac.at